Zarautz ist ein Surfspot, an dem du dich nicht auf eine einzige Welle festlegen musst. Auf rund 2,5 Kilometern Sandstrand verteilen sich mehrere Peaks, die sich mit Swell, Wind und den Sandbänken immer wieder verändern. Bei kleineren Wellen kommen Einsteiger auf ihre Kosten, während größere Swells aus dem entspannten Beachbreak einen deutlich anspruchsvolleren Spot machen.
Du kannst dir den Abschnitt suchen, der gerade am besten funktioniert. Die Wege am Strand sind kurz, und auch sonst spielt sich in Zarautz vieles rund ums Wasser ab. Surfschulen und Surfshops liegen direkt am Strand, dahinter beginnt die Promenade mit ihren Cafés und Restaurants. Nach der Session ist es also nur ein kurzer Weg bis zum Kaffee, zum Essen oder noch ein paar Schritte weiter in die Innenstadt.
Genau diese Mischung macht Zarautz aus: Du hast einen langen, wandelbaren Beachbreak vor der Tür, kannst je nach Bedingungen und Können den passenden Peak suchen und bist trotzdem mitten im Ort.
Zarautz im Überblick
- Region: Baskenland, Gipuzkoa
- Küste: Kantabrisches Meer
- Spottyp: Beachbreak
- Strandlänge: ca. 2,5 km
- Wellenhöhe: ca. 1–2 m
- Hauptswell: Nordwest
- Günstige Winde: Süd
- Tide: mittlere- bis auflaufende Tide
- Surflevel: Anfänger bis Fortgeschrittene

Der Surfspot Zarautz
Zarautz liegt an der baskischen Küste in der Provinz Gipuzkoa, zwischen San Sebastián und Getaria. Der Ort befindet sich direkt am Kantabrischen Meer und ist über die Küstenstraße sowie die Autobahn A-8 gut erreichbar.
Von San Sebastián ist Zarautz auch ohne Auto gut erreichbar. Der Ort besitzt einen eigenen Bahnhof und lässt sich damit gut in einen Surftrip entlang der baskischen Küste einbauen.
Für einen Roadtrip ist die Lage besonders praktisch: Von Zarautz aus lassen sich weitere Surfspots und Küstenorte wie Orio, Getaria, Zumaia und Deba gut miteinander verbinden. Die baskische Tourismusbehörde empfiehlt die Strecke ausdrücklich als Küstenroute.
Zarautz ist kein einzelner Peak, sondern ein langer, offener Beachbreak mit mehreren Surfbereichen. Der etwa 2,5 Kilometer lange Sandstrand ist der längste Strand der baskischen Küste. Der Strand öffnet sich direkt zum Golf von Biskaya, sodass ankommende Swells direkt auf die Küste treffen. Dadurch bilden sich je nach Sandbank unterschiedliche Peaks, die nicht alle bei denselben Bedingungen funktionieren.
Je nachdem, wo du am Strand ins Wasser gehst, kann sich das Surfen deutlich unterscheiden. Rund um Argiñano und die La Marina liegen einige der zentralen Surfbereiche, weiter Richtung Hafen und El Canal gibt es weitere Stellen, an denen sich je nach Sandbank und Swell gute Wellen bilden können.
Du musst dich in Zarautz nicht auf einen bestimmten Peak festlegen. Wenn eine Sandbank nicht funktioniert oder ein Abschnitt zu voll ist, kann ein anderer Bereich des Strandes bessere Bedingungen bieten.
Allerdings sollte man daraus nicht schließen, dass man bei jedem Swell einfach irgendwo ins Wasser gehen kann. Bei einem Beachbreak verändern sich die Sandbänke und damit auch die Qualität der Wellen. Wer Zarautz noch nicht kennt, sollte sich deshalb erst einmal einen Überblick verschaffen und schauen, welche Surflevel sich an den verschiedenen Peaks sammeln und wo man Surfer im Wasser sieht, deren Können ungefähr dem eigenen entspricht.

Wie sind die Wellen in Zarautz?
In Zarautz liegen die typischen Wellenbedingungen bei etwa 1 bis 2 Metern. Besonders gut funktioniert der Spot bei kräftigem Nordwest-Swell.
Bei kleineren Wellen kann Zarautz vergleichsweise zugänglich sein. Nimmt der Swell zu, verändert sich der Charakter des Spots allerdings schnell. Die Wellen werden kräftiger und können deutlich mehr Druck bekommen – gerade dann zeigt sich, dass Zarautz trotz seiner guten Voraussetzungen für Einsteiger kein völlig unkomplizierter Beachbreak ist.
Für Anfänger sind kleinere und saubere Tage daher deutlich angenehmer. Bei größeren Bedingungen lohnt es sich, den Strand erst einmal in Ruhe anzuschauen und einen Bereich zu wählen, der zum eigenen Können passt.
Auch die Länge des Strandes spielt dabei eine Rolle. Die Wellen brechen nicht überall gleich, sondern bilden je nach Sandbank unterschiedliche Peaks. Innerhalb weniger hundert Meter können die Bedingungen deshalb spürbar anders sein. Genau das macht es möglich, am selben Strand einen Bereich mit etwas kleineren, übersichtlicheren Wellen zu finden, während an anderer Stelle bereits deutlich mehr Energie im Wasser steckt.

Die wichtigsten Surfbereiche
Hafenbereich
Am westlichen Ende des Strandes liegt der Bereich rund um den Hafen. Dieser Abschnitt funktioniert vor allem bei größeren Wellen und ist deshalb nicht unbedingt die erste Wahl für Anfänger. Bei kleineren Bedingungen sind die zentraleren Strandabschnitte meist zugänglicher.
Argiñano
Argiñano liegt ziemlich genau im Herzen des Surfgeschehens von Zarautz. Hier befindet sich einer der wichtigsten Surfbereiche des Strandes, und entsprechend viel spielt sich an guten Tagen rund um diesen Abschnitt ab.
Die Bedingungen können sich mit der Tide deutlich verändern. Gerade deshalb lohnt es sich, vor der Session nicht nur auf die Wellenhöhe zu schauen, sondern auch darauf, wie sich Wasser und Sandbänke gerade verhalten.
Argiñano ist damit ein guter Ausgangspunkt, um die Bedingungen in Zarautz einzuschätzen. Wenn hier saubere Wellen laufen, ist meist einiges los – und wenn der Bereich nicht funktioniert, lohnt sich der Blick auf die anderen Peaks am Strand.
La Marina
La Marina schließt direkt an Argiñano an. Wenn du vom Strand aufs Meer schaust, liegt der Bereich links davon. Beide Abschnitte gehen weitgehend ineinander über und gehören zum zentralen Surfbereich von Zarautz.
El Canal
Am östlichen Ende des Strandes liegt El Canal etwas abseits der zentralen Surfbereiche. Der Abschnitt ist ruhiger gelegen und bietet bei passenden Bedingungen ebenfalls gute Wellen. Vor allem Surfer aus den umliegenden Campingplätzen gehen hier ins Wasser.
Im Vergleich zu Argiñano und La Marina liegt El Canal damit etwas weiter draußen aus dem eigentlichen Zentrum des Surfgeschehens. Wenn die zentralen Peaks nicht funktionieren, lohnt sich deshalb auch der Blick nach Osten.
Am Ende lohnt es sich, nicht einfach dort ins Wasser zu gehen, wo gerade die meisten Surfer sitzen. Schau dir den Strand kurz an, beobachte die Wellen und such dir dann den Abschnitt aus, der zu deinem Können und den Bedingungen an diesem Tag passt.

Für welches Surflevel ist Zarautz geeignet?
Anfänger
Für die ersten Surfversuche ist Zarautz eine gute Adresse. Der lange Sandstrand bietet viel Platz, und mit mehreren Surfschulen gibt es gute Möglichkeiten, die ersten Stunden im Wasser begleitet zu lernen.
Trotzdem bedeutet ein anfängerfreundlicher Surfspot nicht, dass jede Bedingung automatisch passt. Wird der Swell größer, nehmen auch Wellenhöhe, Strömungen und die Kraft der Wellen zu. Was bei kleinen, sauberen Wellen entspannt wirkt, kann an einem kräftigeren Tag plötzlich deutlich anspruchsvoller werden.
Gerade für die ersten Sessions würde ich deshalb einen Surfkurs empfehlen. Ein guter Surflehrer sieht schnell, welcher Abschnitt des Strandes an diesem Tag passt und wo du mit deinem Level am besten aufgehoben bist. Das nimmt gerade am Anfang viel Unsicherheit aus der Session und hilft dir, dich auf das eigentliche Surfen zu konzentrieren.
Fortgeschrittene
Die unterschiedlichen Peaks machen Zarautz gerade für fortgeschrittene Surfer reizvoll. Wenn du bereits sicher grüne Wellen surfst, kannst du je nach Swell und Sandbank verschiedene Strandabschnitte ausprobieren und herausfinden, wo die Bedingungen an diesem Tag am besten zu deinem Können passen.
Sehr erfahrene Surfer
Auch für sehr erfahrene Surfer kann Zarautz richtig gute Sessions liefern. Der Reiz liegt dabei weniger in einer einzelnen spektakulären Welle, sondern darin, aus den Bedingungen das Beste herauszuholen. Wenn der Swell passt und die Sandbänke gut stehen, kann der lange Beachbreak ordentlich Druck bekommen und technisch anspruchsvolle Wellen liefern.
Wer dagegen gezielt wegen einer ganz bestimmten, außergewöhnlichen Welle nach Nordspanien kommt, wird eher bei Spots wie Mundaka fündig. Zarautz spielt seine Stärke aus, wenn du flexibel bist und Lust hast, den richtigen Peak für den jeweiligen Tag zu suchen.
Die Stärke Zarautz‘ liegt vielmehr in seiner Vielseitigkeit und Zugänglichkeit.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen in Zarautz?
Die Frage lässt sich nicht mit einer einzigen Jahreszeit beantworten. Entscheidend ist vor allem, was du von deinem Surftrip erwartest.
Wenn du vor allem Surfen lernen möchtest, sind die Sommermonate interessant. Die Wellen sind häufig kleiner und zugänglicher, gleichzeitig ist jetzt die Zeit, in der besonders viele Surfschulen und Kurse aktiv sind. Für die ersten Sessions sind das gute Voraussetzungen.
Wenn du dagegen schon sicher auf dem Board stehst und vor allem mehr Swell und weniger sommerlichen Trubel suchst, sind Frühling und besonders Herbst oft die bessere Wahl. Dann nehmen die Wellen in der Regel zu, während der Strand und der Ort außerhalb der Hochsaison spürbar ruhiger werden.
| Jahreszeit | Typischer Charakter | Geeignet für |
|---|---|---|
| Frühling | zunehmender Swell, weniger sommerlicher Betrieb | Anfänger bis Fortgeschrittene |
| Sommer | häufig kleinere Bedingungen, viele Surfschulen, voller | Anfänger und Aufsteiger |
| Herbst | zunehmender Swell, weniger Betrieb | Fortgeschrittene und erfahrene Surfer |
| Winter | größere Swells, anspruchsvollere Bedingungen | erfahrene Surfe |
Das bedeutet nicht, dass Zarautz im Winter grundsätzlich zu anspruchsvoll oder im Sommer grundsätzlich zu klein ist. Die tatsächlichen Bedingungen hängen vom jeweiligen Swell, Wind und den Sandbänken ab.
Für einen klassischen Surftrip mit guter Mischung aus Wellen, Wetter und weniger Hochsaisonbetrieb finde ich Zarautz vor allem von September bis November interessant. Das ist allerdings eine Reiseempfehlung und keine feste Spotregel.

Swell, Wind und Tide in Zarautz
Die besten Voraussetzungen zum Surfen in Zarautz sind ein kräftiger Nordwest-Swell, ablandiger Südwind und mittlere bis auflaufende Tide.
Welcher Swell funktioniert in Zarautz?
Zarautz funktioniert besonders gut bei Nordwest-Swell. Für die Planung einer Session solltest du aber nicht nur auf die Swellrichtung schauen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Swellhöhe, Periode, Windrichtung, Windstärke und Tide.
Gerade diese Kombination macht den Unterschied. Ein kräftiger Swell kann auf dem Papier vielversprechend aussehen, vor Ort aber durch ungünstigen Wind oder die falsche Tide deutlich schlechter ausfallen. Umgekehrt können kleinere Wellen bei guten Bedingungen überraschend sauber und surfbar sein.
Welcher Wind ist gut?
Am besten funktioniert Zarautz bei Südwind, auch Südost kann gute Bedingungen bringen. Beide Richtungen wirken hier ablandig beziehungsweise schräg ablandig und können dadurch für sauberere Wellen sorgen.
Für die Surfplanung solltest du Swell und Wind immer zusammen betrachten. Ein großer Swell allein garantiert noch keine guten Wellen. Bei ungünstigem Wind kann das Wasser schnell unruhig werden, während ein kleinerer Swell bei sauberem, ablandigem Wind deutlich bessere Bedingungen liefern kann.
Welche Tide braucht Zarautz?
Zarautz ist grundsätzlich bei allen Gezeiten surfbar. Das heißt aber nicht, dass jeder Peak bei jeder Tide gleich gut funktioniert. Der Strand besteht aus mehreren Sandbänken, und deren Form und Lage beeinflussen, wo sich die besseren Wellen bilden.
Wenn du die Wahl hast, ist mittlere bis auflaufende Tide ein guter Ausgangspunkt. Mit steigender Tide können sich die Wellen an einzelnen Sandbänken besser aufbauen, während sie bei niedriger Tide je nach Abschnitt schneller und steiler werden können. Gerade am Ortsende kann eine hohe Tide die Wellen dagegen auch etwas ausbremsen. Eine feste Regel für den gesamten Strand gibt es deshalb nicht.
Für eine konkrete Session würde ich die Tide deshalb immer zusammen mit Swellhöhe und -periode betrachten. Bei kleinem Swell kann eine niedrige Tide interessant sein, bei kräftigerem Swell kann eine höhere Tide angenehmer werden. Wenn du Zarautz zum ersten Mal surfst, ist die mittlere bis auflaufende Tide ein sinnvoller Startpunkt – danach entscheidest du anhand der Sandbänke, wo du ins Wasser gehst.

Welches Surfboard ist für Zarautz geeignet?
Welches Board du brauchst, hängt stärker von deinem Surflevel und den aktuellen Bedingungen ab als vom Namen des Spots.
Anfänger
Ein großes Softboard mit ausreichend Volumen ist die beste Wahl. Gerade bei kleineren Wellen erleichtert zusätzliches Volumen das Anpaddeln und die ersten Take-offs.
Aufsteiger
Wer bereits sicher steht und grüne Wellen surft, kann je nach Bedingungen auf ein größeres Funboard, Midlength oder ein anderes Board mit etwas mehr Volumen wechseln.
Fortgeschrittene
Fortgeschrittene Surfer haben in Zarautz deutlich mehr Auswahl. Bei kleineren Wellen kann ein Fish oder anderes voluminöseres Board sinnvoll sein, bei besseren und kräftigeren Bedingungen ein Shortboard.
Ein spezielles „Zarautz-Board“ gibt es nicht. Gerade weil sich die Bedingungen innerhalb des langen Beachbreaks verändern, ist ein vielseitiges Board-Setup oft sinnvoller als eine extrem spezialisierte Wahl.

Welchen Neoprenanzug brauchst du in Zarautz?
Auch wenn im Sommer die Sonne scheint, ist das Wasser in Zarautz nicht unbedingt warm. Im Hochsommer liegt die Wassertemperatur meist bei etwa 19–20 °C, im Winter kann sie auf 11–14 °C sinken. Gerade wenn du mehrere Stunden am Tag surfst, macht ein richtig guter Neo den entscheidenden Unterschied.
Mit einem 4/3-mm-Neoprenanzug bist du für einen großen Teil des Jahres gut aufgestellt. Im Sommer reicht an warmen Tagen auch ein dünnerer Anzug oder Shorty. Im Frühling und Herbst ist der 4/2er meist eine gute Wahl. Im Winter würde ich auf einen 5/4-mm-Anzug wechseln und Neoprenschuhe einpacken. Wenn du schnell frierst oder gerne lange Sessions surfst, sind auch Haube und Handschuhe sinnvoll.
Als grobe Orientierung:
- Frühling: 4/3 mm, an kalten Tagen eventuell 5/4 mm
- Sommer: Shorty oder dünner Anzug; ein 3/2er ist für längere Sessions ebenfalls praktisch
- Herbst: meist 3/2 mm, später in der Saison eher 4/3 mm
- Winter: 5/4 mm mit Neoprenschuhen; je nach Kälteempfinden zusätzlich Haube und Handschuhe.
Wenn du nur einen Neo für deinen Surftrip ins Baskenland mitnehmen möchtest, würde ich einen gut sitzenden 4/3er wählen. Damit deckst du den späten Frühling, Sommer und den frühen Herbst gut ab. Für einen Wintertrip wäre mir das allerdings zu wenig – da würde ich lieber den dickeren Anzug und das passende Neopren-Zubehör einpacken. Denn nichts macht eine gute Session schneller zunichte, als wenn du nur noch daran denkst, wie kalt dir ist.

Surfschulen und Surfkurse in Zarautz
Zarautz ist ein guter Ort, um Surfen zu lernen oder an der eigenen Technik zu arbeiten. Entlang der Strandpromenade und in den Straßen direkt dahinter findest du mehrere Surfschulen. Wie viele davon geöffnet haben, hängt allerdings stark von der Jahreszeit ab. Im Sommer ist das Angebot meist am größten; außerhalb der Hauptsaison können die Öffnungszeiten teils stark eingeschränkt sein.
Wenn du dich vorab orientieren möchtest, sind diese vier Schulen eine gute erste Anlaufstelle:
- Axi Muniain Surf Center
- MOOR SURF ESKOLA Zarautz
- North Shore Surf Camp
- Pukas Surf Eskola Zarautz
Die vier sind eine kleine Auswahl, keine Rangliste. Alle haben viele gute Online-Bewertungen und liegen strandnah. Das Angebot reicht je nach Schule von Surfkursen für Einsteiger bis zu Unterricht für unterschiedliche Erfahrungsstufen; teilweise kannst du auch Material leihen oder weitere Angebote rund ums Surfen buchen.
Mein Tipp: Klär vor deiner Reise direkt mit der jeweiligen Schule, ob sie zu deinem Reisetermin geöffnet hat, welche Kurse angeboten werden und ob du Ausrüstung leihen kannst. Gerade außerhalb des Sommers solltest du dich nicht darauf verlassen, spontan einen Kurs zu bekommen.
Wenn du noch nie auf einem Surfbrett gestanden hast, würde ich dir empfehlen, mit einem Surfkurs einzusteigen. Du lernst dabei nicht nur die ersten Schritte auf dem Brett, sondern auch, wie du Wellen einschätzt, Strömungen erkennst und dich im Wasser richtig verhältst. Das gibt dir gerade am Anfang mehr Sicherheit und hilft dir, dich aufs Surfen zu konzentrieren, statt dich allein durch alles Neue kämpfen zu müssen.
Surfboard mieten in Zarautz
Wenn du in Zarautz einen Surfkurs machst, ist das Material häufig Teil des Angebots. Wenn du lieber auf eigene Faust surfen möchtest, kannst du dir vor Ort aber auch ein Surfboard und einen Neoprenanzug leihen. Gerade bei der Anreise mit dem Flugzeug oder öffentlichen Verkehrsmitteln ist das praktisch, weil du dich nicht um den Transport deines eigenen Boards kümmern musst.
Verleih gibt es zum Beispiel bei MOOR SURF ESKOLA, Pukas Surf Eskola und North Shore Surf Camp. Je nach Anbieter findest du dort unterschiedliche Boards – von weichen Einsteigerboards (Softtops) bis zu Hardboards für Surfer mit etwas mehr Erfahrung. Welches Material verfügbar ist, hängt vom Anbieter und der Saison ab.
Für Anfänger ist der Verleih eine unkomplizierte Möglichkeit, erste Erfahrungen zu sammeln, ohne gleich eigenes Material kaufen zu müssen. Wenn du schon sicherer auf dem Brett stehst, kannst du verschiedene Boardtypen ausprobieren und herausfinden, was zu deinem Können und den Bedingungen in Zarautz passt. Frag bei der Auswahl ruhig nach: Gerade am Anfang ist ein Board, das genügend Volumen und Stabilität bietet, meist hilfreicher als ein zu kleines Modell.
Informiere dich am besten vorab über Preise, Verfügbarkeit und Öffnungszeiten. Besonders außerhalb der Hauptsaison solltest du nicht davon ausgehen, dass jeder Verleih spontan geöffnet hat.
Infrastruktur in Zarautz
Was Zarautz für einen Surftrip so unkompliziert macht, ist die Nähe von Strand und Ort. Du kannst morgens surfen, danach duschen, dir etwas zu essen oder zu trinken besorgen und später noch einmal ins Wasser – ohne dafür ins Auto steigen zu müssen. Entlang der rund 2,5 Kilometer langen Strandpromenade liegen Cafés, Bars und Restaurants. Im Ortszentrum findest du außerdem Supermärkte und kleinere Lebensmittelgeschäfte, in denen du dich mit Wasser, Snacks oder Proviant für den Tag eindecken kannst.
Direkt am Strand gibt es öffentliche Toiletten, Duschen und Umkleidemöglichkeiten. Dazu kommen Parkmöglichkeiten und Campingplätze in Strandnähe. Auch ohne Auto kommst du im Ort gut zurecht, weil vieles zu Fuß erreichbar ist.
Anreise nach Zarautz
Mit dem PKW oder Camper
Mit dem eigenen PKW oder Camper lässt sich Zarautz gut in einen Surf-Roadtrip durch Nordspanien einbauen. Der Ort ist über die Küstenstraße N-634 und die Autobahn AP-8 erreichbar. Wenn du dein eigenes Surfboard mitbringst oder neben Zarautz auch andere Surfspots ansteuern möchtest, bist du damit deutlich flexibler.
Zarautz eignet sich außerdem gut als Ausgangspunkt, um weitere Orte an der baskischen Küste zu erkunden – etwa Getaria und Zumaia westlich von Zarautz oder San Sebastián östlich davon. Gerade wenn du mehrere Spots ausprobieren möchtest, kannst du von hier aus verschiedene Tagesausflüge unternehmen, ohne jedes Mal die Unterkunft wechseln zu müssen.
Im Sommer kann das Parken allerdings zur Geduldsprobe werden. Es gibt Parkmöglichkeiten in Strandnähe, aber gerade an sonnigen Tagen und bei guten Wellen solltest du nicht damit rechnen, jederzeit einen Platz direkt an der Promenade zu finden. Mit einem Camper lohnt es sich besonders, vorab zu prüfen, welche Stell- und Übernachtungsmöglichkeiten verfügbar sind. Informiere dich außerdem über aktuelle Parkzonen und Gebühren.
Mit dem Zug
Zarautz hat einen eigenen Bahnhof und lässt sich gut ohne eigenes Fahrzeug erreichen. Die Bahn verbindet den Ort mit San Sebastián im Osten und Zumaia sowie weiteren Küstenorten im Westen. Auch Hendaye auf der französischen Seite ist mit Euskotren erreichbar.
Wenn du hauptsächlich in Zarautz surfen möchtest, ist das eine praktische Option: Der Ort selbst lässt sich gut zu Fuß erkunden, und du musst dich weder um Parkplätze noch um ein Fahrzeug kümmern. Wenn du dagegen täglich verschiedene, weiter auseinanderliegende Surfspots ansteuern möchtest, bist du mit einem PKW oder Camper flexibler.
Prüfe vor der Reise die aktuellen Fahrpläne und Verbindungen direkt bei Euskotren, besonders wenn du mit Surfgepäck unterwegs bist oder abends zurückfahren möchtest.

Übernachten in Zarautz
Wenn du mehrere Tage in Zarautz surfen möchtest, lohnt es sich, bei der Unterkunft auf die Lage zu achten. Nicht überall bist du direkt am Strand. Je nachdem, wo du übernachtest, kannst du morgens mit dem Board zum Wasser laufen oder musst erst ein Stück zurücklegen.
Camping und Übernachten mit dem Camper
Für Camper gibt es in Zarautz mehrere Möglichkeiten: einen ganzjährig geöffneten Campingplatz auf einem Hügel oberhalb der Küste, einen kleineren saisonalen Campingplatz in Strandnähe und einen Wohnmobilstellplatz am südwestlichen Ortsrand.
Der Gran Camping Zarautz liegt auf dem Hügel Talai Mendi am östlichen Ortsrand. Hier kannst du mit dem Wohnmobil oder Camper übernachten. Es gibt außerdem Zeltplätze, Glamping-Unterkünfte und ein Hostel. Zum Surfstrand führt ein Fußweg mit Treppen, für den du ungefähr 15 Minuten einplanen solltest. Zurück geht es bergauf. Der Platz ist ganzjährig geöffnet und eine gute Option, wenn du beim Campen Meerblick haben möchtest und dich der Fußweg zum Strand nicht stört.
Eine weitere Möglichkeit ist Talai Mendi Kanpina, ein kleiner, familiengeführter Campingplatz am Hang des Talai Mendi, nahe dem Naturgebiet Iñurritza und dem Golfplatz. Zum Strand sind es laut Betreiber rund 400 Meter über einen Fußweg. Der Platz bietet Stellflächen für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile, Stromanschlüsse, Warmwasserduschen, Waschmaschinen und WLAN. Außerdem gibt es ein saisonales Café-Restaurant und einen kleinen Laden für Dinge des täglichen Bedarfs. Hunde sind erlaubt, Bungalows gibt es nicht.
Für Surfer sind vor allem die Nähe zum Strand und die Möglichkeit praktisch, Surfmaterial abzuspülen. Einen eigenen Verleih hat der Campingplatz nicht, er arbeitet aber mit einem lokalen Surf-Anbieter zusammen. Talai Mendi Kanpina ist nur saisonal geöffnet. Schau deshalb vor der Reise auf der Website von Talai Mendi Kanpina nach den aktuellen Öffnungszeiten und Buchungsbedingungen.
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist und keinen Campingplatz mit kompletter Ausstattung braucht, kann sich auch den Wohnmobilstellplatz in der Aiziazpia Kalea ansehen. Er liegt im südwestlichen Bereich von Zarautz, nahe der Autobahn und direkt neben einem Supermarkt. Der Stellplatz ist zum Abstellen und Übernachten mit dem Wohnmobil vorgesehen und liegt etwa 800 Meter vom Ortszentrum entfernt. Bis zum Surfstrand ist es weiter als von den beiden Campingplätzen. Wie lange du zu Fuß brauchst, hängt von der gewählten Route ab. Gebühren und Aufenthaltsregeln solltest du vor der Anreise noch einmal prüfen. Auch wichtig: Auf einem Wohnmobilstellplatz ist es nicht automatisch erlaubt, Stühle, Tische oder eine Markise nach draußen zu stellen.
Surfkurs und Unterkunft zusammen buchen
Wenn du Surfen lernen möchtest, kann es einiges einfacher machen, Unterkunft und Surfkurs zusammen zu buchen. So sind Übernachtung, Unterricht und häufig auch das Material bereits organisiert.
Das North Shore Surf Camp bietet Pakete mit Übernachtung im Surf House, Frühstück, Surfunterricht und Ausrüstung an. Die Unterkunft liegt zentral in Zarautz und nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Es gibt Angebote für Erwachsene und Jugendliche. Welche Pakete verfügbar sind, hängt von der Saison ab.
Auch das Zarautz Surf House verbindet Unterkunft und Surfunterricht. Es liegt in der Altstadt, etwa 50 Meter vom Strand entfernt. Je nach Paket sind Übernachtung, Frühstück, Surfkurse und Material enthalten; teilweise kommen weitere Aktivitäten dazu. Die Kurse richten sich auch an Anfänger, die zum ersten Mal auf dem Brett stehen.
Beide Angebote sind interessant, wenn du allein reist, gerade erst mit dem Surfen anfängst oder dich im Urlaub lieber aufs Wasser als auf die Organisation konzentrieren möchtest. Vergleiche vor der Buchung die enthaltenen Leistungen und prüfe, ob das jeweilige Angebot zu deinen Reisedaten passt.
Ferienwohnungen und Hostels
Wenn du lieber unabhängig bist, findest du in Zarautz auch Ferienwohnungen, Pensionen und kleinere Hotels. Eine Ferienwohnung bietet sich besonders an, wenn du mehrere Tage bleibst, selbst kochen möchtest oder mit Freunden reist. Schau bei der Buchung genau auf die Lage: Nicht jede Unterkunft in Zarautz liegt so nah am Strand, dass du bequem zu Fuß mit dem Surfboard dorthin kommst.
Hostels sind eine weitere Möglichkeit, gerade wenn du allein unterwegs bist oder etwas weniger ausgeben möchtest. In Gemeinschaftsräumen kommst du leichter mit anderen Reisenden und Surfern ins Gespräch. Das Gran Camping Zarautz hat auch ein eigenes Hostel; weitere surfbezogene Unterkünfte findest du zentral im Ort und in Strandnähe.
Wann solltest du buchen?
Im Sommer und rund um Feiertage ist Zarautz besonders gefragt. Wenn du einen bestimmten Campingplatz, einen Stellplatz mit passender Ausstattung oder ein Surf-Camp mit festem Kursprogramm im Blick hast, würde ich frühzeitig buchen. Bei Talai Mendi Kanpina solltest du besonders auf die begrenzte Saison und den Reservierungszeitraum achten. Außerhalb der Hauptsaison ist die Suche oft entspannter. Bei Surfkursen lohnt sich trotzdem ein kurzer Check, ob die Schule zu deinen Reisedaten geöffnet hat.
Zarautz abseits des Surfens
Ein Vorteil von Zarautz ist, dass der Ort auch dann funktioniert, wenn gerade keine guten Wellen laufen.
Die Stadt besitzt eine historische Altstadt, mehrere Sehenswürdigkeiten und eine ausgeprägte Gastronomieszene. Das spanische Tourismusportal nennt unter anderem den gotischen Luzea-Turm, die Kirche Santa María la Real und den Narros-Palast. (spain.info)
Auch kulinarisch ist die Region interessant. Zarautz liegt im Gebiet des Txakoli de Getaria, des baskischen Weißweins, und die Küste rund um Zarautz, Getaria und Zumaia ist für Fischrestaurants und baskische Küche bekannt. (tourism.euskadi.eus)
Für einen Tag ohne Surf lohnt sich außerdem ein Ausflug Richtung Getaria und Zumaia. Die Küstenroute verbindet mehrere Orte miteinander und führt in den Bereich des baskischen Geoparks mit seinen markanten Flysch-Formationen. (tourism.euskadi.eus)
Was tun, wenn in Zarautz keine Wellen laufen?
Auch wenn die Wellen einmal Pause machen, gibt es rund um Zarautz einiges zu entdecken. Getaria liegt nur wenige Kilometer westlich von Zarautz und ist mit seinem Fischerhafen, der Altstadt und den Restaurants ein schönes Ziel für einen entspannten Ausflug. Wenn du gerne zu Fuß unterwegs bist, kannst du den Küstenweg von Zarautz nach Getaria nehmen. Er führt direkt am Meer entlang und bietet schöne Ausblicke auf die Küste.
Etwas weiter westlich liegt Zumaia mit seiner Altstadt und dem Strand Itzurun. Bekannt ist der Ort vor allem für die markanten Flysch-Felsformationen des Baskischen Küstengeoparks – übereinanderliegende Gesteinsschichten, die Millionen Jahre Erdgeschichte sichtbar machen. Du kannst sie bei einem Spaziergang entlang der Küste erkunden oder – je nach Wetter und Seegang – an einer geführten Tour teilnehmen. Und falls du jemanden im Reisegepäck hast, der nicht den ganzen Tag am Strand sitzen und dir beim Surfen zusehen möchte, sind Getaria und Zumaia gute Ziele für einen gemeinsamen Ausflug.






