8 Surfer, 7 Challenges, 100.000 Dollar: Die Surf100 geht in die nächste Runde

2026 Surf100 Challenger Series_Aufmacher
Quelle: stabmag.com

Menschen lieben Wettkämpfe mit klaren Regeln: Viele treten an, einer gewinnt. Egal ob Reality-Show, Bundesjugendspiele oder die Tribute von Panem – am Ende geht es immer um dasselbe: Wer hält dem Druck am längsten stand? Genau auf diesem Prinzip basiert die Surf100 Challenge Series 2026. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr schickt Stab das Format in die zweite Runde – und dreht die Spannung weiter hoch. Acht Surfer, sieben Challenges, ein Preisgeld von 100.000 US-Dollar. Kein klassisches Heat-Schema, kein Richter-Panel – stattdessen ein Eliminationsformat, das die Community entscheidet. Wer dabei ist, wie das Ganze funktioniert und warum dieses Format den klassischen Surf-Contest alt aussehen lässt, erfährst du hier.

So funktioniert die Surf100 Challenge Series

Das Format läuft in zwei Phasen ab: der Challenge Series und dem großen Finale. Zum Auftakt gehen acht Surfer ins Rennen – verteilt über sieben Episoden, an wechselnden Spots, mit wechselnden Aufgaben. Jede Challenge hat ihre eigenen Regeln, jedes Event einen anderen Fokus. Nach jeder Runde scheidet ein Surfer aus. Am Ende sind zwei übrig. Diese beiden qualifizieren sich für das Surf100-Finale – wo bereits zwei vorqualifizierte Wildcards auf sie warten. Wer das ist, bleibt vorerst geheim. Klar ist: Im Finale treffen vier Surfer in einer klassischen Surf100-Session aufeinander, haben 100 Minuten Zeit, ihre besten Wellen zu surfen, und werden an ihren zwei besten Scores gemessen. Der Sieger nimmt 100.000 US-Dollar mit nach Hause. Wer jetzt kurz den Faden verloren hat, bekommt im folgenden Video die kompakte Erklärung der kompletten Surf100 Challenge Series.

Die Spots: Wo die Challenges stattfinden

Für die zweite Staffel setzt Stab erneut auf eine Mischung aus bekannten und neuen Austragungsorten in den USA. Auf dem Tourplan stehen:

  • Zwei Stops in San Diego, Kalifornien
  • Zwei Stops in Santa Cruz, Kalifornien
  • Die Outer Banks in North Carolina
  • New Smyrna Beach in Florida
  • Waco Surf in Texas

Die Auswahl verspricht maximale Abwechslung: Während die Outer Banks mit ihren kraftvollen Atlantikswells und anspruchsvollen Beachbreaks für spektakuläre Bedingungen sorgen können, zählt New Smyrna Beach zu den konstantesten Surfspots Floridas und hat sich über Jahrzehnte als feste Größe der US-Wettkampfszene etabliert. Mit Waco Surf steht zudem ein moderner Wavepool auf dem Programm, der allen Teilnehmern identische Wellen liefert und damit das technische Können der Surfer besonders in den Fokus rückt.

Von schnellen, hohlen Beachbreaks über kalifornische Pointbreaks bis hin zum Wavepool soll jede Challenge andere Fähigkeiten der Teilnehmer fordern. Das große Finale findet anschließend an einem bislang nicht bekanntgegebenen Spot statt.

Das Teilnehmerfeld

Mit Zeke Lau, Finn McGill, Jackson Bunch und Benji Brand stehen gleich mehrere Surfer aus Hawaii im Starterfeld. Dazu kommen die Australier Kyuss King und Dakoda Walters sowie die US-Amerikaner Dimitri Poulos und Ryan Huckabee. Die Mischung dürfte kein Zufall sein: Statt eines klassischen Contest-Feldes setzt das Format erneut auf Surfer mit sehr unterschiedlichen Hintergründen – von ehemaligen Championship-Tour-Athleten über Contest-Spezialisten bis hin zu Freesurfern, die sich vor allem durch Filmprojekte und kreative Ansätze einen Namen gemacht haben. Alle acht Starter im Überblick:

  • Finn McGill
  • Jackson Bunch
  • Kyuss King
  • Dimitri Poulos
  • Ryan Huckabee
  • Dakoda Walters
  • Benji Brand
  • Zeke Lau

Finn McGill
Quelle: World Surf League

Finn McGill wuchs an der North Shore von Oʻahu auf und entwickelte sich früh zu einem der vielversprechendsten Nachwuchssurfer Hawaiis. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch starke Leistungen bei Junioren-Events und später auf der WSL Qualifying Series. McGill gilt als außergewöhnlich vielseitiger Surfer, der sowohl in schweren Barrel-Wellen als auch bei leistungsorientierten Wettbewerben überzeugt. Seine Erfahrung in den anspruchsvollen Bedingungen Hawaiis macht ihn zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten.


Jackson Bunch
Quelle: World Surf League

Jackson Bunch stammt aus Paia auf Maui und gehört zu den aufstrebenden Talenten des hawaiianischen Surfens. Der Hawaiianer machte bereits als Junior mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam und etablierte sich anschließend auf der internationalen Wettbewerbsebene. Bunch ist bekannt für seinen flüssigen Stil und seine technische Konstanz, die ihm insbesondere in leistungsorientierten Formaten zugutekommt. Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über umfangreiche Erfahrung auf internationalem Niveau.


Kyuss King
Quelle: World Surf League

Kyuss King zählt zu den kreativsten Freesurfern Australiens. Der aus Byron Bay stammende Goofy-Footer machte sich durch seinen unkonventionellen Stil, seine Experimentierfreude und zahlreiche Filmprojekte einen Namen. Abseits klassischer Wettkampfstrukturen entwickelte sich King zu einer festen Größe der internationalen Freesurf-Szene. Seine Fähigkeit, Wellen auf ungewöhnliche Weise zu interpretieren, macht ihn zu einem der interessantesten Charaktere im Teilnehmerfeld.


Dimitri Poulos
Quelle: World Surf League

Dimitri Poulos stammt aus Ventura, Kalifornien, und gehört zu einer neuen Generation amerikanischer Surfer, die Wettkampfsurfen und Freesurfen gleichermaßen beherrschen. Der Kalifornier machte sich in den vergangenen Jahren durch starke Auftritte auf regionaler und internationaler Ebene sowie durch seine Vielseitigkeit in unterschiedlichsten Bedingungen einen Namen. Sein moderner Surfstil kombiniert technische Präzision mit einer hohen Risikobereitschaft, was ihn zu einem spannenden Teilnehmer in einem Challenge-Format macht.


Ryan Huckabee
Quelle: World Surf League

Ryan Huckabee stammt aus Flagler Beach in Florida und gehört zu den spannendsten jungen Freesurfern der US-Ostküste. Bekannt wurde er durch seine explosiven Air-Manöver und seine Auftritte in Surf-Filmen und digitalen Projekten. Huckabee repräsentiert eine neue Generation von Surfern, die sich ebenso stark über kreative Clips und Videoprojekte definieren wie über Wettkampfergebnisse. Sein progressiver Ansatz und seine Risikobereitschaft machen ihn zu einem gefährlichen Außenseiter in jedem Format.


Dakoda Walters
Quelle: World Surf League

Dakoda Walters stammt aus Angourie in New South Wales und gilt seit Jahren als eines der spektakulärsten Air-Talente Australiens. Schon als Nachwuchssurfer sorgte er mit innovativen Manövern und Contest-Erfolgen für Aufsehen. Walters verbindet Kreativität mit einem hohen technischen Niveau und gehört zu jener Generation von Surfern, die moderne Progression maßgeblich geprägt haben. Seine Stärken liegen insbesondere in leistungsstarken Beachbreaks und Air-reichen Bedingungen.


Benji Brand
Quelle: World Surf League

Benji Brand wurde in Südafrika geboren und wuchs später an der North Shore von Oʻahu auf. Über viele Jahre etablierte er sich als Spezialist für große und anspruchsvolle Wellen und machte sich insbesondere in Pipeline einen Namen. Brand verbindet Erfahrung, Gelassenheit und ein tiefes Verständnis für schwere Bedingungen. Seine Karriere umfasst sowohl Wettkämpfe als auch zahlreiche Freesurf-Projekte, wodurch er zu den vielseitigsten Teilnehmern der Serie zählt.


Zeke Lau
Quelle: World Surf League

Zeke Lau gehört zu den bekanntesten Surfern Hawaiis. Der in Honolulu aufgewachsene Regular-Footer etablierte sich über die WSL Qualifying Series und qualifizierte sich mehrfach für die Championship Tour. Besonders in kraftvollen Reefbreaks und großen Wellen fühlt sich Lau zu Hause – Qualitäten, die er regelmäßig an der North Shore von Oʻahu unter Beweis stellt. Mit seiner langjährigen Erfahrung auf höchstem Niveau zählt der 32-Jährige zu den erfahrensten Teilnehmern im Feld.


Verpasse keine Episode

Die Surf100 Challenge Series 2026 wird über den Sommer hinweg in mehreren Episoden veröffentlicht. Die Folgen erscheinen überwiegend im Zwei‑Wochen-Rhythmus auf YouTube. Los geht es am 3. Juni, das siebte und letzte Challenge-Event folgt am 26. August. Das große Live-Finale ist für den 9. September angesetzt.

  • Episode 1 Mittwoch, 3. Juni
  • Episode 2 Mittwoch, 17. Juni
  • Episode 3 Mittwoch, 1. Juli
  • Episode 4 Mittwoch, 14. Juli
  • Episode 5 Mittwoch, 29. Juli
  • Episode 6 Mittwoch, 12. August
  • Episode 7 Mittwoch, 26. August
  • Live-Finale Mittwoch, 9. September

Ein kurzer Blick zurück

Die Wurzeln von Surf100 reichen bis ins Jahr 2020 zurück. Damals entwickelte Stab das Format als Gegenentwurf zum klassischen Wettkampfsurfen. Statt Heats und Prioritätssystem erhielten die eingeladenen Surfer lediglich ein 100-minütiges Zeitfenster, um ihre besten Wellen zu surfen. Die Session wurde aufgezeichnet und später als Live-Event ausgestrahlt, während die Zuschauer die Wellen bewerteten und so den Sieger bestimmten. Entscheidend waren nicht viele Scores, sondern die beiden besten Wellen innerhalb der 100 Minuten. 2025 wurde das Konzept erstmals grundlegend erweitert. Aus dem Einzel-Event entstand die erste Surf100 Challenge Series mit acht Surfern und sieben Eliminationsrunden. Am Ende setzte sich Eithan Osborne durch und gewann die 100.000 US-Dollar Preisgeld. Mit der Surf100 Challenge Series 2026 geht das Format nun in seine zweite Saison – und bleibt damit eines der ungewöhnlichsten und zugleich lukrativsten Wettbewerbsformate im modernen Surfen.

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