Bonsoy Gold Coast Pro 2026: Alle Highlights und Videos im Überblick

Bonsoy Gold Coast Pro 2026
Quelle: 2026 World Surf League

Der Bonsoy Gold Coast Pro 2026 war vor allem eins: Snapper Rocks, wie es sein soll. Das Event war für den 1. bis 11. Mai angesetzt – entschieden war es aber schon nach vier Tagen. Ein besserer Hinweis darauf, wie perfekt es an der Gold Coast in dieser Woche lief, ist kaum denkbar.

Als dritter Stopp der WSL Championship Tour 2026 war das Gold Coast Pro zugleich die erste CT-Rückkehr nach Snapper Rocks seit acht Jahren. Am Ende standen zwei Namen ganz oben, die diesen Ort auf unterschiedliche Weise prägen: Stephanie Gilmore gewann bei den Frauen, Ethan Ewing bei den Männern. Und beide Finals hatten dieses typische Snapper-Gefühl.

Video-Highlights vom Bonsoy Gold Coast Pro 2026

Stephanie Gilmore – und plötzlich ist alles wieder möglich

Stephanie Gilmore (AUS) hat in ihrer Karriere fast alles gewonnen. Trotzdem hatte dieser Sieg eine besondere Note: Es war ihr erstes Finale seit dem Gewinn ihres achten Weltmeistertitels 2022 – und ausgerechnet an dem Ort, der sich in ihrer Karriere wie ein roter Faden durchzieht: Snapper Rocks. Hier holte sie als 17-Jährige ihren ersten CT-Sieg, und hier wurde es nun – zwei Jahrzehnte später – wieder ernst.

Neun Jahre nach ihrem letzten Gold-Coast-Triumph und 21 Jahre nach diesem ersten Coup hat Gilmore ihre eigene Bilanz weiter nach oben geschraubt: 34. CT-Sieg, siebter Gold Coast Pro Titel. Und das Entscheidende daran ist nicht nur die Zahl – sondern die Art, wie sie sich durchs Event gearbeitet hat: von Heat zu Heat sicherer, präziser, am Ende wieder mit dieser Ruhe, die Snapper so gnadenlos belohnt.

Was ihren Run so stark machte: Gilmore musste sich den Titel gegen ein brutal dichtes Feld erarbeiten – und setzte sich genau dann durch, wenn das Tempo im Line-up anzog. Sie setzte sich zunächst gegen Titelverteidigerin Bettylou Sakura Johnson durch, gewann im Viertelfinale gegen Weltmeisterin 2024 Caity Simmers, stoppte im Halbfinale den starken Lauf von Nadia Erostarbe – und traf im Finale schliesslich auf Luana Silva, die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste.

Das Finale gegen Luana Silva: Snapper, aber in „Gilmore-Tempo“

Das Finale war enger, als das Endergebnis vermuten lässt – bis zu dem Punkt, an dem Gilmore diese typische Klarheit findet, die man von ihr seit Jahren kennt: ruhig bleiben, die richtige Welle wählen – und dann mit voller Überzeugung zu Ende surfen.

Gilmore gewann mit 17.33 gegen 14.07 – und lieferte dabei den höchsten Two-Wave-Total des gesamten Frauen-Events. Entscheidend war eine Phase, in der Silva zwar gute Scores setzte, aber eine Welle am Ende nicht sauber zu Ende brachte – und Gilmore nutzte den Moment sofort – mit ihrer besten Sequenz des Heats, genau dann, als es zählte. An Snapper Rocks entscheiden oft Kleinigkeiten: ein sauberer Abschluss, ein verlorener Tritt, eine Sekunde Timing. Diesmal hatte Gilmore bei genau diesen Details die Nase vorn.

Luana Silva: Runner-up – und trotzdem die grosse Gewinnerin der Woche

Luana Silva (BRA) stand am Ende „nur“ auf Platz zwei – und trug trotzdem Gelb. Mit dem Runner-up Finish zog sie zum ersten Mal in ihrer Karriere das Yellow Leaders Jersey an und geht als Nummer 1 der Weltrangliste aus der Gold Coast. Dazu gewann sie die zweite jährliche GWM Aussie Treble – die Australien-Serie aus Bells Beach, Margaret River und der Gold Coast. Silva startet 2026 mit konstant starken Ergebnissen: In den ersten drei Tourstopps stand sie jedes Mal am Finals Day – und nimmt das Yellow Leaders Jersey als verdiente Momentaufnahme dieses Laufs mit.

Ethan Ewing: Heimsieg, dritter CT-Titel – und wieder nah dran an der Spitze

Bei den Männern holte Ethan Ewing (AUS) den Titel – und damit einen der Siege, die man als „Karriere-Meilenstein“ bezeichnen darf, ohne pathetisch zu werden. Ewing ist der zehnte Australier, der den Gold Coast Pro gewinnt, und reiht sich in eine Liste ein, in der auch lokale Legenden und World Champions stehen. Für ihn persönlich ist es der dritte CT-Sieg nach Jeffrey’s Bay 2022 und Bells Beach 2023 – drei CT-Siege – alle an drei den besten Right-Hand-Points der Welt. Irgendwie logisch, dass er ausgerechnet dort immer wieder ganz vorne landet.

Sportlich war der Effekt sofort sichtbar: Nach einem holprigen Start schob er sich mit dem Resultat in die Top 5 – und steht nun auf Platz 4 der Weltrangliste. Damit ist er früh in der Saison wieder dort, wo es richtig spannend wird: in Schlagdistanz zur Spitze.

Spannung bis zum letzten Score

Connor O’Leary (JPN) legte im Finale stark los, doch Ewing setzte den entscheidenden Akzent mit seiner besten Welle (8.33). O’Leary blieb mit einer 7.67 dran, fand danach aber nicht mehr den Score, den er noch gebraucht hätte. Am Ende war es hauchdünn: 14.56 zu 14.17 für Ewing.

O’Leary gilt seit Jahren als einer der stärksten Goofy-Footer auf Tour – und an der Gold Coast hat er genau das wieder unterstrichen. Auf dem Weg ins Finale setzte er sich unter anderem gegen Filipe Toledo durch und brachte Heat-Totals wie 16.97 aufs Scoreboard. Unterm Strich war das mehr als ein Podium: O’Leary ist auf Weltklasse-Right-Points längst ein Faktor – und an einem Tag wie diesem absolut ein Finalkandidat.

Nadia Erostarbe: Das Breakout der Woche (und wahrscheinlich nicht das letzte)

Nadia Erostarbe (ESP) hat an der Gold Coast ihren Namen endgültig auf die CT-Landkarte gesetzt. Gestoppt werden konnte die Rookie erst im Halbfinale von Gilmore – bis dahin passte bei ihr aber fast alles: Wellenwahl, Power und das Timing für die wichtigen Scores.

Sie setzte sich unter anderem gegen Caroline Marks und die damalige Nummer 1 der Weltrangliste, Gabriela Bryan, durch, legte über das Event hinweg starke Heat-Resultate nach – und drückte dem Halbfinale mit einer 8.50 sogar noch ihren Stempel auf. Nach ihrer Rolle als Ersatzsurferin 2025 steht sie jetzt in den Top 10.


Ergebnisse & Heat-Scores (Finals Day)

Finale (Frauen)
1. Stephanie Gilmore (AUS) – 17.33
2. Luana Silva (BRA) – 14.07

Halbfinale (Frauen)
– Heat 1: Gilmore 15.00 def. Erostarbe 14.23
– Heat 2: Silva 13.67 def. Lindblad 12.73

Viertelfinale (Frauen)
– Erostarbe 15.67 def. Bryan 14.33
– Gilmore 14.73 def. Simmers 10.83
– Lindblad 14.76 def. Picklum 12.50
– Silva 16.00 def. Peterson 10.00

Finale (Männer)
1. Ethan Ewing (AUS) – 14.56
2. Connor O’Leary (JPN) – 14.17

Halbfinale (Männer)
– Heat 1: Ewing 16.33 def. O’Brien 15.30
– Heat 2: O’Leary 16.97 def. Toledo 14.77

Viertelfinale (Männer)
– Ewing 14.50 def. Vaast 6.50
– O’Brien 15.00 def. Herdy 8.67
– O’Leary 16.44 def. Fioravanti 16.03
– Toledo 15.77 def. S. Pupo 12.57


Ausblick: Nächster Stopp New Zealand

Nach drei Stopps in Australien packt die Tour die Boards wieder ein – als Nächstes geht’s rüber nach Neuseeland: Das Corona Cero New Zealand Pro (Stopp Nr. 4 der CT) ist für den Zeitraum vom 15. bis 25. Mai 2026 angesetzt. In Raglan starten Gabriel Medina bei den Männern und Luana Silva bei den Frauen im gelben Leader Jersey.

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Team Coastaluna

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