Margaret River Pro 2026: Das zweite CT-Event läuft – Westküsten-Power am Main Break

Western Australia Margaret River Pro 2026
Quelle: World Surf League

Kaum ist der Staub vom Rip Curl Pro Bells Beach halbwegs aus den Wetsuits gespült, schaltet die Championship Tour direkt in den nächsten Gang: Der Western Australia Margaret River Pro 2026 läuft im Wettkampf-Fenster 16. bis 26. April 2026 – Stopp Nummer 2 der WSL Championship Tour und gleichzeitig die zweite Station des GWM Aussie Treble. Und wer Margaret River kennt, weiß: Das ist kein „wir rollen mal entspannt rein“-Event. Das ist Westküste. Das ist raw power.

Startzeit: Wann geht’s los (und wann einschalten in Deutschland)?

Der First Call ist am Mittwoch, 15.04., um 23:50 Uhr angesetzt (Angaben in Mitteleuropäischer Sommerzeit). Losgehen kann es dann ab Donnerstag, 16.04., 00:05 Uhr.

Die CT-Karawane ist nach Bells Beach an der Südküste direkt weiter nach Margaret River im Südwesten von Western Australia gezogen – einmal quer über den Kontinent, grob 3.500 Kilometer Luftlinie. In Margaret River sind die Bedingungen anders: Die Power kommt direkt aus dem offenen Ozean – kräftige Sets, wenig Geschenke. Und es ist schon jetzt ordentlich Swell am Main Break, wie die WSL schreibt.

Gabriela Bryan kommt im Yellow Jersey

Gabriela Bryan

Zum zweiten Mal in Folge reist Gabriela Bryan mit dem Yellow Leaders Jersey nach Westaustralien. Sie hat den Saisonauftakt in Bells gewonnen und ist in Margaret River ohnehin so etwas wie „zu Hause, nur mit längerem Flug“: In vier Starts in Westaustralien stand sie dreimal im Finale – und sie ist zweifache Titelverteidigerin beim Margaret River Pro. Ihr Power-Surfing, geprägt von den offenen Swells zu Hause auf Kaua‘i, matcht genau mit dem, was Main Break verlangt. Bryan genießt die Rückkehr sichtbar, bleibt aber bewusst auf dem Boden, auch wenn drei Siege in Folge natürlich ziemlich verführerisch klingen.


Isabella Nichols – Margaret River, große Emotionen und eine offene Rechnung

Isabella Nichols

Wenn es einen Namen gibt, der Bryans Margaret-River-Run historisch stört, dann ist es Isabella Nichols (AUS). Nichols gewann hier 2022 – und ist laut WSL die einzige Surferin, die Bryan in einem Margaret-River-Finale besiegen konnte. Nichols sagt, Margaret River habe ihr schon „massive Emotionen“ beschert. Mittlerweile hat sie Familie vor Ort, fühlt sich in der Region richtig zu Hause – und reist mit Rückenwind aus einem starken Vorjahr an.

Jordy Smith – Titelverteidiger, Westküsten-Vibes und ein Wave-Setup nach Maß

Jordy Smith

Jordy Smith kommt als Titelverteidiger zurück. 2025 gewann er in Margaret River und hatte zuvor bereits in El Salvador abgeräumt – ein Comeback-Statement nach längerer CT-Durststrecke. Smith beschreibt Westaustralien als landschaftlich und klimatisch ähnlich zur Western Cape zu Hause und betont, wie sehr ihm diese „big, heavy, deep water wave“ liegt. Was so viel bedeutet: Das ist genau das Terrain, auf dem Jordy glänzt.


Miguel Pupo – Bells-Märchen, jetzt der harte Realitätscheck in Margaret

Miguel Pupo

Der Bells-Sieger Miguel Pupo (BRA) trägt zum ersten Mal überhaupt das Yellow Leaders Jersey – und kommt mit dem Momentum eines „fairytale run“ in den Draw. Gleichzeitig ist Margaret River für ihn bislang eher die Sorte von Sport gewesen, an dem man lernt, geduldig zu bleiben: In neun bisherigen Starts hat er es noch nicht bis in die „Final Days“ geschafft. Pupo sagt selbst, dass er 2009, als er bei seinem ersten Margaret-River-Contest surfte (damals QS), vor den großen Wellen ordentlich Respekt hatte. Heute fühlt er sich deutlich wohler – nennt Main Break aber weiterhin „herausfordernd“. Genau das macht’s spannend: Die Form stimmt, nur verzeiht Margaret River keine halben Sachen.


Jack Robinson – zu Hause, aber nicht zum Ausruhen

Jack Robinson

Und dann ist da natürlich Jack Robinson (AUS) – Westaustraliens Aushängeschild, zurück am Ort, den er nach eigener Aussage „mehr als jeder andere“ gesurft hat. Nach einem bitteren Bells-Start nach einer Interference-Strafe will Robinson seine Saison hier wieder auf Kurs bringen. Er hat Margaret River bereits 2022 und 2024 gewonnen – und jagt jetzt das nächste Kapitel: der erste Mann mit drei CT-Siegen in Margaret River. Heimvorteil ist hier kein Bonuspunkt – eher ein Erwartungsdruck. Aber wenn jemand weiß, wie man Main Break liest, dann er.


Local Flavor: WA-Wildcards, Rückkehrer:innen und ein Ersatz im Women’s Draw

Margaret River ist nicht nur CT-Zirkus, sondern auch Bühne für die Locals. Mit dabei sind die Relationships Australia WA Trials-Sieger Bronte Macaulay und Jack Thomas sowie Event-Wildcard Jacob Willcox. Willcox war 2025 bis ins Viertelfinale gekommen; Macaulay hat über die Jahre in ihrem Heim-Event mehrfach abgeliefert und stand 2025 erneut im Semifinale – obwohl sie sich aus dem vollen Competition-Leben weitgehend zurückgezogen hat. Außerdem ersetzt Sophie McCulloch (AUS) die verletzte Tyler Wright (AUS) im Women’s Draw.

Round 1 Matchups (zum Warmwerden – und für die erste Portion Drama)

Women – Round One
– Heat 1: Sally Fitzgibbons (AUS) vs. Tya Zebrowski (FRA)
– Heat 2: Brisa Hennessy (CRC) vs. Yolanda Hopkins (POR)
– Heat 3: Bella Kenworthy (USA) vs. Francisca Veselko (POR)
– Heat 4: Vahine Fierro (FRA) vs. Nadia Erostarbe (ESP)
– Heat 5: Sawyer Lindblad (USA) vs. Anat Lelior (ISR)
– Heat 6: Alyssa Spencer (USA) vs. Carissa Moore (HAW)
– Heat 7: Erin Brooks (CAN) vs. Stephanie Gilmore (AUS)
– Heat 8: Sophie McCulloch (AUS) vs. Bronte Macaulay (AUS)

Men – Round One
– Heat 1: Oscar Berry (AUS) vs. Jacob Willcox (AUS)
– Heat 2: Mateus Herdy (BRA) vs. Jack Thomas (AUS)
– Heat 3: Callum Robson (AUS) vs. Liam O’Brien (AUS)
– Heat 4: Luke Thompson (RSA) vs. Ramzi Boukhiam (MAR)


Ausblick: Die nächsten Tage in Margaret River

Der Western Australia Margaret River Pro ist Stopp Nummer 2 – das zweite CT-Event der noch jungen Saison 2026 – und nach Bells ist die Frage ziemlich klar: Nehmen Gabriela Bryan und Miguel Pupo ihren Schwung im Yellow Jersey mit rüber an die Westküste, oder schlägt Margaret River sofort zurück? Denn die WSL meldet schon vor dem Start ordentlich Swell am Main Break – das kann schnell nach „volle Arbeit ab Tag 1“ aussehen. Gesurft wird im Wettkampf-Fenster 16.–26. April 2026 – alle weiteren Updates, Startzeiten und wichtigsten Ergebnisse findest du natürlich hier bei Coastaluna.

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Bild von Jan

Jan

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