Der Margaret River Wave Classic 2026 war ursprünglich für den Zeitraum vom 31. Januar bis 8. Februar angesetzt, doch die Sieger stehen bereits fest. Die Bedingungen präsentierten sich von ihrer besten Seite, sodass die Entscheidung früher fiel. Im Mittelpunkt des Wettkampfs standen ein stark aufgelegter Jaeger Stone und ein beeindruckender Auftritt der jungen Fahrerinnen und Fahrer um Jake Ghiretti, Simon Thule und Sarah Kenyon.
Schon am frühen Morgen zeigte sich, dass die Kombination aus stabilem Südwestwind und sauber laufendem Swell optimale Voraussetzungen bot. Die ersten Warm‑up‑Runs machten deutlich, welches Tempo an diesem Tag möglich war. Als die Sets weiter anwuchsen, entschieden die Organisatoren, den Contest noch am selben Tag abzuschließen – eine Entscheidung, die sich angesichts der zunehmenden Wellenqualität schnell rechtfertigte.
Bei den Männern setzte Jaeger Stone das sportliche Ausrufezeichen des Tages. Er wirkte technisch fokussiert, kraftvoll und fand sofort eine klare Linie in den Bedingungen. Enge Turns, sicher gestandene Aerials und ein durchgehend hohes Niveau führten zu einer fast hervorragenden Gesamtwertung. Damit machte er deutlich, dass er im Spitzenfeld noch lange nicht abgeschrieben ist.
Für die größte Überraschung sorgten jedoch die Youngsters. Der Däne Simon Thule und der lokale Nachwuchsfahrer Jake Ghiretti erwischten im Halbfinale ihre stärksten Wellen und warfen den fünffachen Weltmeister Philip Köster aus dem Rennen. Köster verlor nach mehreren Abgängen und einem schnellen Materialwechsel den Rhythmus, während die beiden Nachwuchsfahrer ihre Chancen kompromisslos nutzten.

Im Finale bestätigten beide ihre starke Form. Thule zeigte saubere Aerials, doch Ghiretti spielte die Stärken seines Homespots voll aus. Auf einer der steilsten Wellen des Heats zog er gleich drei Aerials durch – die höchste Einzelnote des gesamten Wettbewerbs. Damit sicherte er sich Platz zwei hinter Stone. Julian Salmonn, der zuvor mehrfach starke Wertungen einfuhr, fand im letzten Heat keine passenden Wellen und wurde Vierter.
Ergebnisse Männer
- Jaeger Stone (Australien | Severne)
- Jake Ghiretti (Australien | Severne)
- Simon Thule (Dänemark | PATRIK / PATRIK Sails)
- Julian Salmonn (Deutschland | Naish / Naish Sails)
Auch im Frauenfeld gab es ein klares Highlight: Die 17‑jährige Juniorenweltmeisterin Sarah Kenyon setzte sich in einem extrem knappen Duell gegen Lokalmatadorin Jane Seman durch. Kenyon überzeugte mit präzisen Turns, perfektem Timing und einem sauber gesetzten kleinen Aerial. Seman zeigte über den gesamten Tag eine stabile Vorstellung, fand im entscheidenden Moment aber nicht die längeren Wellen, die sie zuvor so stark gemacht hatten.
Hinter ihnen präsentierten sich Karin Jaggi und Maria Andrés ebenfalls in guter Form. Jaggi punktete mit kraftvollen Turns auf den größeren Wellen, während Andrés die steilsten Faces des Tages erwischte und sich mit tiefen, kontrollierten Carves ihren Finalplatz sicherte.
Ergebnisse Frauen
- Sarah Kenyon (Australien | Severne)
- Jane Seman (Australien | Severne)
- Karin Jaggi (Schweiz | PATRIK / PATRIK Sails)
- Maria Andrés (Spanien | Hot Sails Maui)
Der frühe Abschluss in Margaret River sorgt direkt zum Saisonstart für Gesprächsstoff. Während Fahrer wie Jaeger Stone ihre Routine ausspielten, zeigte das überraschende Aus von Philip Köster, wie stark der Druck durch die junge Generation inzwischen geworden ist. Namen wie Ghiretti, Thule und Kenyon rücken spürbar näher an die Spitze heran – und machen deutlich, dass die Kräfteverhältnisse in der Wave‑Szene 2026 alles andere als festgeschrieben sind. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt keinem: Bereits vom 30. März bis 4. April steht mit dem Maui ProAm das nächste große Event der Saison an.

PWA World Windsurfing Tour 2026 – Der komplette Überblick über alle Events
Die World Tour 2026 verspricht eine der spannendsten Saisons der letzten Jahre. Neue Austragungsorte, Rückkehrer im Kalender und ein enges Titelrennen zeichnen sich bereits jetzt ab. Hier findest du alle Events, Fahrer-Updates und Highlights kompakt im Überblick.

25. September bis 4. Oktober 2026: Windsurf World Cup Sylt kehrt zurück
Der traditionsreichste Windsurf-Event der Welt ist wieder da: Der World Cup Sylt bringt 2026 die komplette Weltelite auf die raue Nordsee. Zehn Tage voller Wellen, Wind und Wettkampf – inklusive der großen Frage, wer sich auf dem anspruchsvollsten Tour-Stopp durchsetzt.

Save the Date: Surf-Festival Fehmarn 2026 vom 14. bis 17. Mai
Vier Tage Testmaterial, Workshops, Contests und Strandatmosphäre: Das Surf Festival Fehmarn ist auch 2026 wieder der Treffpunkt der Szene. Ob Einsteiger oder Pro – das Event bietet alles, was Windsurf- und Wingfoil-Fans in die Saison startet.






