Lexus Pipe Challenger 2026: Der Kampf um die CT‑Tickets beginnt

Lexus Pipe Challenger 2026
World Surf League

Der Winter auf Oʻahus North Shore hat seine eigene Dramaturgie – und in diesem Jahr schreibt der Lexus Pipe Challenger Presented by Billabong eines der spannendsten Kapitel. Vom 29. Januar bis zum 9. Februar verwandelt sich die Banzai Pipeline erneut in die wichtigste Bühne für all jene, die um ihren Platz auf der Championship Tour kämpfen. Zum ersten Mal seit 2022 findet damit wieder ein Challenger‑Series‑Event an diesem legendären Riff statt – und bringt eine Mischung aus ambitionierten Nachwuchstalenten, gestandenen CT‑Profis und echten Pipeline‑Spezialisten ins Lineup.

Pipeline – Bühne der Mutigen

Pipeline gilt seit Jahrzehnten als einer der anspruchsvollsten Spots im professionellen Surfsport. Die Welle ist ein Stück Surfgeschichte, ein massiver Test für Körper und Geist – und manchmal auch eine bittere Lehrmeisterin. Wer hier überzeugt, beweist weit mehr als nur Contest‑Routine. Und genau das braucht die aktuelle Challenger‑Generation jetzt, denn in Pipeline entscheidet sich, wer den Sprung auf die Championship Tour schafft.

CT‑Qualifikation: Der Druck steigt

Nach dem Banco do Brasil Saquarema Pro haben sich bereits zwei Athletinnen ihre Tickets für die CT gesichert: die Französin Tya Zebrowski und Portugals Power-Surferin Yolanda Hopkins. Fünf Plätze bleiben im Frauenfeld offen – und Pipeline ist nicht gerade der Ort, an dem sich Favoritinnen in Sicherheit wiegen können.

Bei den Männern hat sich hingegen noch niemand vorzeitig qualifiziert. Besonders im Fokus: Eli Hanneman. Der junge Hawaiianer führt das Ranking an, gestützt durch seinen starken Lauf in Saquarema und seinen Sieg beim Florence Pipe Pro Ende 2025. Doch Pipeline macht keine Geschenke – jeder Heat kann die gesamte Ausgangslage verändern.

Eli Hanneman

Eli Hanneman führt das Challenger‑Series‑Ranking an und zählt in Pipeline zu den Favoriten. Der Local aus Maui will beim Lexus Pipe Challenger 2026 einen weiteren Schritt Richtung Championship Tour machen.


Zwischen Mythos und Realität

Pipeline ist ein Spot, der keine Fehler verzeiht. Direkt unter der Oberfläche wartet ein unbarmherziges Riff, während die Wellen mit einer Wucht brechen, die ihrem Ruf seit Jahrzehnten gerecht wird. Gleichzeitig ist dieser Ort tief in der Surfgeschichte verankert: Von Gerry Lopez bis Derek Ho haben hier Generationen von Surfer:innen gelernt, was Präzision, Mut und Timing wirklich bedeuten. Wer die berühmte Linke oder die tückische Right‑Hand‑Barrel meistert, trägt danach ein unausgesprochenes Siegel – Pipeline zeigt klar, wer bereit ist, auf höchstem Niveau mitzuhalten.

CT‑Stars mischen das Feld auf

Als wäre Pipeline nicht schon Herausforderung genug, mischen sich in diesem Jahr mehrere Championship‑Tour‑Größen unter die Challenger‑Athlet:innen. Barron Mamiya, zweifacher Sieger des CT‑Events am Pipeline, kehrt als Favorit zurück. Ihm folgen Leonardo Fioravanti, der starke Runner‑up von 2025, sowie Titelanwärter Griffin Colapinto.

Und auch das Frauenfeld zeigt sich in bestechender Form: Weltmeisterin Molly Picklum, Gabriela Bryan, Erin Brooks, Junior World Champion Luana Silva und die erfahrene CT‑Surferin Isabella Nichols setzen die Messlatte hoch.

Für die Challenger‑Athlet:innen bedeutet das einerseits härtere Heats, andererseits aber auch die Chance, durch Siege gegen etablierte CT‑Surfer:innen wichtige Ausrufezeichen zu setzen – und im Ranking ordentlich Boden gutzumachen.

Erin Brooks

Die kanadische Surferin Erin Brooks zählt zu den herausragenden Talenten der jungen Generation und bringt ihre starke Präsenz nun auch an die Pipeline. Beim Lexus Pipe Challenger 2026 will sie zeigen, dass sie auch in den schwersten Bedingungen vorne mitmischen kann.


Warum Pipeline den Unterschied macht

Der Lexus Pipe Challenger ist mehr als ein weiterer Zwischenstopp der Serie. Er ist das Nadelöhr zwischen Hoffnung und Realität, zwischen Traum und Turnaround. Pipeline lässt keine halben Entscheidungen zu. Eines steht fest: Auf diesem Riff kann sich das Ranking in wenigen Heats komplett drehen. Die Bedingungen bleiben unberechenbar, die Leistungsdichte hoch – und genau das macht den Contest so spannend. Für die Athlet:innen geht es um alles, und für Fans dürfte es einer der intensivsten und offensten Wettkämpfe der Saison werden.
Alle Heats gibt es wie gewohnt live auf WorldSurfLeague.com sowie im offiziellen WSL‑Livestream zu sehen.

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Jan

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