Der Winter 2021/22 an der North Shore von Oahu war legendär. Während andere Surfer ehrfürchtig von den Stränden aus zuschauten, wie sich meterhohe Wellen an den berüchtigten Breaks türmten, machte John John Florence das, was er am besten kann: Er paddelte raus und ließ die Wellen für sich sprechen. Das Ergebnis dieser Sessions ist „Gravity“ – ein 20-minütiger Surffilm, der pure Action ohne Schnörkel liefert und zeigt, wie sich ein außergewöhnlicher Winter an Hawaiis berühmtester Küste anfühlt.

Gravity
- Erscheinungsjahr: 2022
- Laufzeit: 20 Minuten
- Produktionsfirma: Parallel Sea
- Hauptdarsteller: John John Florence, Nathan Florence, Ivan Florence
- Soundtrack: u.a. Ozzy Osbourne
Gravity ist ein Action-Surffilm von John John Florence und seiner Produktionsfirma Parallel Sea aus dem Jahr 2022. Mit einer Laufzeit von gerade mal 20 Minuten konzentriert sich der Film auf das Wesentliche: spektakuläre Wellen und Florence‘ beeindruckendes Surfen. Wer schon View From a Blue Moon gesehen hat, weiß was auf ihn zukommt – nur diesmal kompakter und noch actionreicher.
Der historische Winter 2021/22: Wenn die North Shore zur Bühne wird
Der Fokus auf einen einzigen Winter macht „Gravity“ zu etwas Besonderem. Die Saison 2021/22 an der North Shore war außergewöhnlich – nicht nur wegen der Größe der Wellen, sondern auch wegen ihrer Konstanz und Qualität. Florence und sein Team dokumentierten diese „memorable run of waves“ mit der gleichen Intensität, mit der sie gesurft wurden.
Der Film zeigt Florence gemeinsam mit seinen Brüdern Nathan und Ivan, wie sie die legendären Breaks der North Shore meistern. Von Pipeline bis Sunset Beach – „Gravity“ fängt die rohe Energie und Schönheit dieser Wellen ein, ohne dabei in übertriebene Dramatik zu verfallen.
Action pur: Warum „Gravity“ anders ist
Im Gegensatz zu Florence‘ früherem Werk „View From a Blue Moon“, konzentriert sich „Gravity“ auf pure Action. Der Film ist wie ein 20-minütiger Adrenalinschub – kompakt, intensiv und ohne Umschweife.
Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Florence‘ technischer Perfektion und der natürlichen Schönheit der hawaiianischen Wellen. Der Soundtrack, der unter anderem von Ozzy Osbourne stammt, unterstreicht die energiegeladene Atmosphäre des Films. Es ist, als würde man den Florence-Brüdern bei einer ihrer besten Sessions über die Schulter schauen.
Für wen ist „Gravity“ gemacht?
„Gravity“ richtet sich klar an Surfer und Surf-Fans, die auf Action stehen. Wenn du schon mal Pipeline oder Sunset Beach gesehen hast und dich fragst, wie es wohl wäre, dort zu surfen, dann gibt dir dieser Film eine ziemlich gute Vorstellung davon. Der Film funktioniert sowohl für eingefleischte John John Florence-Fans als auch für alle, die einfach spektakuläres Surfen sehen wollen.
Wer jedoch eine tiefere Erzählung oder emotionale Tiefe sucht, könnte von der reinen Action-Fokussierung etwas enttäuscht sein. „Gravity“ erzählt keine Geschichte im klassischen Sinne – er zeigt einfach, was passiert, wenn einer der besten Surfer der Welt auf perfekte Wellen trifft.
Fazit: Kurz und intensiv
„Gravity“ beweist, dass ein Surffilm nicht lang sein muss, um zu beeindrucken. In nur 20 Minuten schafft es Florence, die Essenz eines außergewöhnlichen Winters einzufangen und zu zeigen, warum die North Shore nach wie vor das Mekka des Surfens ist. Der Film ist wie eine perfekte Welle selbst: intensiv, kraftvoll und vorbei, bevor man es richtig realisiert hat.
Für Surfer, die sich nach den großen Wellen Hawaiis sehnen, oder für alle, die einfach mal sehen wollen, was möglich ist, wenn Können auf perfekte Bedingungen trifft, ist „Gravity“ ein absolutes Muss. Es ist ein Film, der Lust aufs Surfen macht und zeigt, warum John John Florence zu den Legenden des Sports gehört.

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