Als erstes Event der GKA Kite-Surf Saison 2026 ging es vom 16.02. bis 21.02. auf den Kapverden direkt zur Sache – und zwar am legendären Spot Ponta Preta: Als die Sonne über dem Reefbreak abtauchte und die Finals im letzten Licht nicht mehr zu Ende gefahren werden konnten, blieb ein Ergebnis mit Seltenheitswert: geteilter Sieg für James Carew und Sebastien Ribeiro, dazu geteilter Rang drei für Matchu Lopes und Gabriel Benetton. Genau dieses ungewöhnliche Ergebnis passt zu einer Woche, in der Ponta Preta mit seiner schnellen Reef-Welle wieder eine Bühne auf Weltklasse-Niveau bot.
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Ein Blick auf die Teilnehmerliste hat gereicht, um zu wissen, wie hoch die Messlatte liegt: 24 Männer und 16 Frauen aus mehr als 13 Nationen gingen an den Start.
Die Kapverden gelten auf der Tour als verlässlicher Termin für Atlantik-Swell und Passatwind. Im Contestfenster 2026 passte dieses Zusammenspiel jedoch nur phasenweise: der Wind blieb wechselhaft, der Swell lief unregelmäßig ein. Mit fortschreitender Woche verdichtete sich genau dieses Bild: technische Bedingungen, wenige wirklich hochwertige Sets, dafür umso mehr Gewicht auf der richtigen Wellen-Auswahl. Entsprechend prägten Timing, Prioritäten und sauberes Handeln im Line-up den Contest. Wer seine Chancen bekam, musste sie konsequent nutzen. Als der Wind weiter nachließ, wurde trotzdem weitergefahren – und einzelne Wellen bekamen im Heat spürbar mehr Bedeutung. In dieser Phase setzte Nicola Abadjiev mit einer 8-Punkte-Welle den Akzent des Tages.
Trotzdem gab es klare sportliche Ausrufezeichen: Airton Cozzolino stellte mit einer 15.77 Two-Wave-Total den höchsten Score des Events auf und profitierte sichtbar von präziser Wellenwahl an den wechselnden Peaks. Parallel dazu brachte Hall als kurzfristige Wildcard noch mal richtig Bewegung ins Fahrerfeld: Er zog bis ins Viertelfinale, bevor Ribeiro ihn mit einer späten 6.67 noch abfing. In einem der intensivsten Duelle des Events setzte sich Matchu Lopes gegen Cozzolino durch.
Am Finaltag blieb es anspruchsvoll: Der Swell legte zwar zu, doch die Windbedingungen haben nicht mitgezogen. Mit einer leichten Brise konnten immerhin noch die Halbfinals zu Ende gefahren werden. James Carew eröffnete gegen Gabriel Benetton mit einer 8.33, überstand einen Kite-Drop und zog trotzdem ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale drehte Sebastien Ribeiro gegen Matchu Lopes spät mit einer 8.97. Irgendwann geht auch auf Sal die Sonne unter – und es reichte nicht mehr für ein reguläres Finale. So blieb es bei einem eher ungewöhnlichen Ende. Am Ergebnis änderte es nichts: Carew und Ribeiro teilten sich Platz eins, Lopes und Benetton Platz drei.
Und wer nach diesem Auftakt direkt weiter Tour-Luft schnuppern will: Als nächstes steht „Lords of Tram“ – GKA Big Air Kite World Cup France 2026 an, angesetzt vom 28.03. bis 26.04.2026.

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