Lexus Pipe Challenger 2026: Alle Highlights und Videos im Überblick

Lexus Pipe Challenger WSL 2026
World Surf League

Der Lexus Pipe Challenger 2026 hat geliefert und eindrucksvoll gezeigt, warum Pipeline zu den faszinierendsten Schauplätzen der Tour zählt. Kraftvolle Sets, dramatische Heat‑Entscheidungen und Leistungen am Limit prägten das Event, bei dem Callum Robson bei den Männern und Gabriela Bryan bei den Frauen die begehrten Titel holten. Beide setzten sich gegen starke Finalfelder durch – und verschoben damit die Karten im Rennen um die Championship Tour auf bemerkenswerte Weise.

Video‑Highlights vom Lexus Pipe Challenger 2026

Callum Robson surft sich mit Selbstvertrauen und Timing zum Sieg

Pipeline präsentierte sich am Donnerstag mit kraftvollem Swell – Bedingungen, die jeden Heat zu einer Herausforderung machten. Callum Robson fand genau darin seine Stärke. Er bewegte sich auffallend sicher zwischen den Peaks, nutzte die Chancen, die andere verpassten, und setzte im Finale mit einem sauber gelandeten Air und kräftigen Manövern jene Akzente, die das Momentum klar auf seine Seite kippen ließen.

Callum Robson

Das Finale selbst war hochkarätig besetzt: Morgan Cibilic, Griffin Colapinto und Eli Hanneman lieferten Robson ein Duell, das lange völlig offen schien. Am Ende entschied jedoch seine Konstanz. Mit dem Sieg rückt er in der CS‑Wertung auf Rang elf und nimmt spürbaren Aufwind mit zum Saisonfinale in Newcastle.

Die Finalisten der Männer: Vier Wege, ein Heat – und große Konsequenzen

Morgan Cibilic zeigte über alle Runden hinweg, wie gut sein Gefühl für die Backdoor läuft. Schon in der Round of 32 setzte er mit einem hochbewerteten Barrel ein Ausrufezeichen. Sein zweiter Platz bringt ihn zurück in die CS‑Top 10 – eine Entwicklung, die nach einem schwierigen Saisonstart kaum jemand erwartet hatte.

Griffin Colapinto nutzte den Contest, um wertvolle Pipeline‑Erfahrung mitzunehmen. Er surfte locker, präzise und mit einer spürbaren Leichtigkeit, die sich durch all seine Heats zog. Seine Performance wirkte konzentriert und frei zugleich – ein Wettkampftag, der ihm sichtbar gut tat.

Für Eli Hanneman war der Tag historisch: Mit einer starken Frühperformance und dem Halbfinaleinzug machte er seine Requalifikation für die Championship Tour offiziell. Dass dieser Moment ausgerechnet an seinem Heimspot stattfand, umgeben von Familie und Freunden, könnte kaum passender sein.

Mens Finalists_Lexus Pipe Challenger 2026

Frauen: Gabriela Bryan setzt ein kraftvolles Statement zum Saisonstart

Auch der Finaltag der Frauen war von wechselnden Bedingungen geprägt, doch Gabriela Bryan fand schnell einen Zugang zu den Wellen und nutzte genau diese Dynamik zu ihrem Vorteil. Sie fand früh die richtigen Sets, steuerte ihre Scores kontrolliert nach oben und ließ sich auch von längeren Wartephasen nicht aus dem Konzept bringen. Mit zwei entscheidenden Wertungen im mittleren bis hohen Bereich legte sie den Grundstein für ihren Sieg – und erinnerte gleichzeitig daran, warum sie bereits 2025 zu den dominantesten Surferinnen der Tour gehörte.

Gabriela Bryan_Lexus Pipe Challenger 2026

Für Bryan war der Sieg auch emotional besonders. Sie fühlt sich ihrer Heimat Kauaʻi und der Geschichte rund um Andy Irons stark verbunden, und genau deshalb bedeutete ihr dieser Erfolg am Pipeline‑Reef spürbar mehr als nur ein gelungener Saisonauftakt.

Erin Brooks: Die 18‑Jährige, die Pipeline mitgestaltet

Erin Brooks bestätigte einmal mehr, wie viel Potenzial in ihr steckt. Besonders ihr Viertelfinal‑Barrel an der Backdoor, der einen der höchsten Scores des gesamten Frauenfelds einbrachte, machte deutlich, dass sie selbst in schwierigen Bedingungen den Überblick behält. Im Finale blieb sie nah an Bryan, doch der eine große Score, der das Blatt hätte wenden können, blieb aus. Für die Saison 2026 dürfte sie dennoch zu den spannendsten Athletinnen gehören.

Molly Picklum und Anat Lelior: Zwei unterschiedliche Wege, ein gemeinsamer Finaleinzug

Molly Picklum wirkte über das gesamte Event hinweg abgeklärt und kraftvoll. Ihre Wellenauswahl und ihr Timing machten deutlich, warum sie derzeit zu den führenden Surferinnen der Welt zählt. Ihr dritter Platz war vor allem Ausdruck dafür, wie eng die Leistungen im Finale beieinanderlagen.

Anat Lelior

Ganz anders die Geschichte von Anat Lelior: Die Israelin surft ihre bisher stärkste CS‑Saison. Jede Runde in Pipeline schien ihr zusätzliches Selbstvertrauen zu geben. Mit dem Finaleinzug springt sie in die Top 10 und hält erstmals realistische Chancen auf die Championship Tour – eine Entwicklung, die viele überrascht, aber völlig verdient ist.

Sally Fitzgibbons: Die Rückkehr einer Tour‑Legende

Sally Fitzgibbons sicherte sich bereits in der Round of 32 ihre Rückkehr auf die Championship Tour für 2026. Die 35‑jährige Australierin zeigte über die Saison hinweg die nötige Konstanz und bestätigte in Pipeline früh ihre Qualifikation.

Ausblick: Der Showdown in Newcastle

Mit Pipeline endet der vorletzte Stopp der Challenger Series – und die Ausgangslage für das große Finale in Newcastle könnte kaum spannender sein. Beim Newcastle SURFEST, das vom 9. bis 15. März 2026 ausgetragen wird, fallen die letzten Entscheidungen im Rennen um die Championship Tour. Robson lauert knapp außerhalb der begehrten Startplätze für die Tour, Cibilic hat sich zurück ins Rennen katapultiert und Lelior steht womöglich vor dem größten Schritt ihrer Karriere. Gleichzeitig reisen Bryan, Picklum und Brooks mit viel Schwung in die ersten CT‑Wettkämpfe des Jahres.

fa1260f62a454229916de44c7cadaa42
Bild von Team Coastaluna

Team Coastaluna

Share the Post: