Wer schon mal versucht hat, das Gefühl einer perfekten Welle zu beschreiben, weiß: Worte reichen oft nicht aus. Genau hier setzt „View from a Blue Moon“ an – ein Surffilm aus dem Jahr 2015, der zeigt, was passiert, wenn man John John Florence einfach surfen lässt und dabei zuschaut.

View From A Blue Moon
- Erscheinungsjahr: 2015
- Laufzeit: 58 Minuten
- Genre: Surf-Dokumentation
- Regie: Blake Vincent Kueny
- Soundtrack: u.a. „Seasick Dream“ von Jack Johnson
Was macht den Film besonders?
„View from a Blue Moon“ ist kein typischer Action-Surf-Clip. Regisseur Blake Vincent Kueny hat sich Zeit genommen und John John Florence sowie seine Crew auf ihren Sessions rund um die Welt begleitet. Das Ergebnis: 58 Minuten, die tatsächlich zeigen, worum es beim Surfen wirklich geht.
Der Film war der erste Surffilm, der komplett in 4K gedreht wurde. Aber das ist eigentlich nebensächlich. Viel wichtiger ist, dass hier endlich mal jemand verstanden hat, dass die besten Surf-Momente oft zwischen den Wellen passieren – in den ruhigen Minuten am Strand, beim Warten auf das nächste Set oder einfach beim Abhängen mit den Jungs.
Von Hawaii bis Afrika: Eine ehrliche Weltreise
Los geht’s an der North Shore von Oahu, wo John John aufgewachsen ist. Aber der Film bleibt nicht in Hawaii hängen. Die Crew reist weiter nach Tahiti, Australien, Brasilien und sogar nach Afrika. Jeder Spot hat seinen eigenen Charakter, und genau das wird auch gezeigt.
In Tahiti siehst du die schweren, gefährlichen Wellen. In Australien die endlosen, menschenleeren Küsten. In Brasilien die entspannte Vibe der lokalen Surfer. Der Film macht keine große Sache daraus – er zeigt einfach, wie unterschiedlich Surfen an verschiedenen Orten sein kann.
John John Florence: Einfach ein verdammt guter Surfer
John John Florence war 2015 schon auf dem Weg zur Weltspitze. Heute wissen wir: Er ist zweifacher Weltmeister geworden. Aber „View from a Blue Moon“ zeigt ihn nicht als Superhelden, sondern als das, was er ist – ein Typ, der unglaublich gut surfen kann und dabei ziemlich entspannt bleibt.
Besonders cool sind die Szenen mit seinen jüngeren Brüdern Nathan und Ivan. Da merkst du: Das ist eine Familie, die einfach lebt, was sie liebt. Kein Getue, keine künstliche Drama. Nur drei Brüder, die zusammen surfen gehen.
Auch die anderen Surfer im Film – Jordy Smith, Filipe Toledo, Koa Smith – wirken authentisch. „Du surfst in einem Fuß Suppe und er macht einen Backflip“, sagt Koa Smith über John John. So reden Surfer eben über andere Surfer.
Warum der Film funktioniert
„View from a Blue Moon“ macht vieles richtig, was andere Surffilme oft falsch machen. Erstens: Er übertreibt nicht. Die Wellen sprechen für sich, da braucht es keine dramatische Musik oder übertriebene Slow-Motion-Effekte.
Zweitens: Er zeigt Surfen, wie es wirklich ist. Nicht nur die perfekten Momente, sondern auch das Warten, das Schauen, das Einschätzen der Bedingungen. Jack Johnson steuert mit „Seasick Dream“ den passenden Sound bei, und John C. Reilly erzählt mit seiner unverwechselbaren Stimme.
Die Helikopter-Aufnahmen sind spektakulär, keine Frage. Aber sie drängen sich nicht in den Vordergrund. Sie zeigen einfach eine andere Perspektive auf das, was wir alle kennen und lieben.
Für wen ist der Film interessant?
Wenn du surfst, wirst du „View from a Blue Moon“ mögen. Der Film erinnert daran, warum du angefangen hast zu surfen und warum du immer wieder ins Wasser gehst. Er zeigt diese Momente, die jeder Surfer kennt – wenn alles passt und du einfach nur im Flow bist.
Aber auch wenn du nicht surfst, kann der Film interessant sein. Er zeigt eine Subkultur, die oft missverstanden wird. Surfer sind nicht nur chillige Hippies oder Adrenalin-Junkies. Sie sind Menschen, die eine tiefe Verbindung zum Ozean haben und bereit sind, viel dafür zu investieren.
Ein Film, der Bestand hat
Fast zehn Jahre nach der Premiere funktioniert „View from a Blue Moon“ immer noch. Das liegt daran, dass er zeitlose Themen behandelt: die Suche nach dem perfekten Moment, die Verbindung zur Natur und die Freundschaften, die dabei entstehen.
Der Film ist nicht perfekt. Manchmal wird er etwas zu sentimental, und die 58 Minuten hätten auch 45 sein können. Aber das sind Kleinigkeiten. Wichtig ist: „View from a Blue Moon“ zeigt Surfen so, wie es ist – und das ist schon ziemlich beeindruckend.
Wer Lust auf den Film hat, findet ihn auf verschiedenen Streaming-Plattformen. Es lohnt sich, besonders wenn draußen gerade Flaute ist und du Bock auf gute Wellen hast – auch wenn es nur auf dem Bildschirm ist.

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